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Trotz Verteidigungserlaubnis: Keine Schüsse bei Besetzung von ukrainischem Marine-Hauptquartier

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Trotz Verteidigungserlaubnis: Keine Schüsse bei Besetzung von ukrainischem Marine-Hauptquartier

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Angehörige von sogenannten Selbstverteidigungsmilizen und Männer in Uniformen ohne Hoheitsabzeichen haben das Hauptquartier der ukrainischen Marine in der Hafenstadt Sewastopol unter ihre Kontrolle gebracht. Die neuen Wachen ließen keine Journalisten auf das Gelände vor.

Bei der Übernahme kam es zwar zu Handgreiflichkeiten, Schüsse fielen offenbar aber keine. Dabei hat die ukrainische Regierung in Kiew ihre Soldaten auf der Krim nach ersten Toten nun autorisiert, sich auch mit Waffengewalt zu verteidigen.

Nach übereinstimmenden Berichten war in Simferopol gestern erstmals ein ukrainischer Soldat durch Schüsse ums Leben gekommen. Kiew spricht von einem Kampf bei der Stürmung einer ukrainischen Militäreinrichtung und gibt Moskau die Schuld.

Nach inzwischen in Zweifel gezogenen Angaben russischer Quellen sei ein 17-jähriger Heckenschütze verantwortlich gewesen, der zudem auch ein Mitglied pro-russischen Kräfte erschossen habe.

Kiew wertet die Tötung des ukrainischen Soldaten als Kriegsverbrechen.