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Kommunikations-Apps: Tango mit Alibaba

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Kommunikations-Apps: Tango mit Alibaba

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Wenige Wochen nach dem Milliarden-Einstieg von Facebook beim Kurznachrichtendienst WhatsApp stecken Investoren gut 200 Millionen Euro in den kleineren Konkurrenten Tango. Angeführt wird die Finanzierungsrunde von der chinesischen Online-Handelsplattform Alibaba mit gut 150 Millionen Euro, so Tango-Mitgründer Eric Setton. Die Investoren bewerteten das kalifornische Unternehmen laut US-Magazin “Forbes“insgesamt mit knapp 800 Millionen Euro.

Tango hat nach eigenen Angaben rund 70 Millionen aktive Nutzer im Monat. Der Messaging-Dienst WhatsApp, den das Online-Netzwerk Facebook für 19 Milliarden Dollar kaufen will, kam zuletzt auf über 450 Millionen Nutzer.

Das Interesse an Kommunikations-Apps heizt sich seit einiger Zeit auf. Die Apps haben oft hunderte Millionen Nutzern und gelten als zukunftsträchtiger Vertriebskanal für Spiele und andere Produkte. Während sich WhatsApp bisher auf das Versenden von Texten, Bildern und Videos beschränkt, hat Tango einen breiteren Ansatz. Über die 2009 gestartete App kann man auch Video-Telefonate führen, sie hat eine Plattform für Musik und
Spiele. Tango bekommt einen Teil des Umsatzes der verkauften Songs und Spiele. Seit Dezember gibt es einen eigenen Marktplatz für Werbung.

Das Kerngeschäft von Alibaba sind Handelsplattformen, auf denen vor allem chinesische Hersteller und Händler ihre Waren anbieten. Das Unternehmen plant einen großen Börsengang in den USA – er könnte mit bis zu 15 Milliarden Dollar fast so groß ausfallen wie der von Facebook im Mai 2012.

su mit dpa, Reuters