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Maria Höfl-Riesch: Ende einer Ausnahme-Karriere

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Maria Höfl-Riesch: Ende einer Ausnahme-Karriere

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Maria Höfl-Riesch beendet ihre alpine Skikarriere. Die deutsche Ausnahmefahrerin gewann alles, was es zu gewinnen gibt: Dreimal Olympia-Gold und einmal Silber, zweimal Gold und viermal Bronze bei Weltmeisterschaften. Den Gesamtweltcup und fünf kleine Kristallkugeln. Damit ist sie bei Olympischen Spielen die erfolgreichste deutsche Skiläuferin aller Zeiten. Nur Katja Seizinger gewann noch mehr Weltcuprennen als Höfl-Riesch.

Ihre Karriere jetzt zu beenden fällt Höfl-Riesch wahrlich nicht leicht: “Das ist natürlich eine sehr schwierige Entscheidung für mich gewesen. Auf der einen Seite macht es mir wahnsinnig viel Spaß, es war die letzten 15 Jahre mein kompletter Lebensinhalt, alles hat sich danach gerichtet. Aber nach Vancouver 2010, als es für mich so perfekt lief, mit zwei Goldmedaillen wusste ich, dass das nächste große Event vielleicht das finale Karriereziel ist: Noch einmal olympisches Gold zu gewinnen. Und das ist mir gelungen.”

Der Abschied wäre perfekt gewesen, wenn Höfl-Riesch vergangene Woche in der Lenzerheide ein zweites Mal den Gesamtweltcup gewonnen hätte – doch dieser schwere Sturz machte ihr einen Strich durch die Rechnung.
Die kleine Kristallkugel für den Abfahrtsweltcup bekam sie trotzdem, in der Gesamtwertung wurde sie aber von Anna Fenninger aus Österreich überholt.

Doch dies ist nur ein kleiner Wermutstropfen am Ende einer großen Karriere: Mit dem Olympia-Gold in Sotschi und einem zusätzlichen Sahnehäubchen, der Silbermedaille im Super-G, konnte sich Höfl-Riesch ihren großen Traum sogar ein zweites Mal erfüllen. Jetzt hört sie auf, wenn es am Schönsten ist, und überlässt dem Nachwuchs das Feld. Der ist in Deutschland allerdings spärlich gesät: Im Damen-Team des deutschen Skiverbandes gibt es derzeit keine Fahrerin, die an Höfl-Rieschs Erfolge anknüpfen könnte.