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Europa will Energieabhängigkeit von Moskau mindern

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Europa will Energieabhängigkeit von Moskau mindern

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Europa will seine Abhängigkeit von russischen Energielieferungen verringern. Dies ist eine der Schlussfolgerungen des Frühjahrs-Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der EU, das im Zeichen der Annexion der Krim durch Russland stand. Die Frage der Diversifizierung der Energiesysteme spielte in Brüssel eine große Rolle. “Europa bezieht etwa ein Viertel seines Gases aus Russland”, so der britische Premierminister David Cameron. “Etwa 50 Prozent der Einnahmen des Konzerns Gazprom stammen aus Europa. Russland braucht Europa in viel größerem Maß als Europa Russland.” In der Nacht zum Freitag beschlossen die politischen Führer Europas, die Liste der Personen aus Russland und von der Krim, für die Sanktionen gelten, auf insgesamt 33 auszuweiten. Zugleich wurde immer wieder die Bereitschaft zu Verhandlungen betont. Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite sagte: “Wir richten die Waffen gegen niemand. Wir reagieren nicht in gleicher Weise, doch wir lassen uns von Putin nicht einschüchtern.” Und unsere Korrespondentin Isabel Marques da Silva erläutert: “Die EU hat zwar Sanktionen beschlossen, doch sie bemüht sich um eine diplomatische Lösung und sie ist bereit, eine Beobachtermission in die Ukraine zu entsenden, sollte eine solche Mission der OSZE nicht möglich sein. Über die nächsten Schritte wird sowohl beim G7-Treffen am Montag als auch beim EU-USA-Gipfeltreffen am kommenden Mittwoch in Brüssel die Rede sein.”