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Krim-Annexion: EU verschärft Sanktionen gegen Russland

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Krim-Annexion: EU verschärft Sanktionen gegen Russland

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Die Europäische Union hat ihre Sanktionen gegen Russland angesichts der Krim-Annexion erweitert. Die Staats- und Regierungschefs beschlossen in Brüssel Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen zwölf weitere Personen. Seit Freitagnacht stehen damit insgesamt 33 Russen und Ukrainer auf der Strafliste der EU. Unter ihnen seien einige “hochrangige” Verantwortliche, so Ratspräsident Herman Van Rompuy. Er warnte Moskau vor weiteren Maßnahmen. Die EU-Kommission solle nun auch Wirtschaftssanktionen prüfen.

Der finnische Ministerpräsident Jyrki Katainen betonte gegenüber euronews die Bedeutung einer diplomatischen Lösung: “Wir denken, dass Russland sich mit der Ukraine und der internationalen Gemeinschaft an einen Verhandlungstisch setzen sollte, denn das ist der einzige Weg aus der Krise. Um zu verhindern, dass sich die Situation in der Ost-Ukraine verschlimmert, brauchen wir eine Beobachtermission. Am besten eine der OSZE, und wenn das wegen der Russen nicht möglich ist, dann sollte die EU eine Mission in die Ukraine schicken.”

Noch vor der Europäischen Union hatten die USA weitergehende Sanktionen gegen Russland beschlossen. Die von Washington bestraften Personen stimmen nur teilweise mit denen auf der EU-Liste überein. Zudem gaben die USA den Weg für Wirtschaftssanktionen bereits frei. Dazu euronews-Korrespondentin Margherita Sforza: “Europa und die USA wollen ihre Positionen beim G7-Gipfel am Montag in Den Haag besser koordinieren.”