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Ägyptisches Gericht verurteilt 529 Anhänger der Muslimbruderschaft zum Tode

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Ägyptisches Gericht verurteilt 529 Anhänger der Muslimbruderschaft zum Tode

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Ein ägyptisches Gericht hat am Montag 529 Anhänger der verbotenen Muslimbruderschaft zum Tode verurteilt. Der Prozess hatte erst am Samstag begonnen. Die Vorwürfe lauteten unter anderem auf Gewalt, Mord und die Erstürmung einer Polizeiwache. 16 Angeklagte wurden freigesprochen.

Die meisten der Angeklagten wurden während gewaltsamer Ausschreitungen in der Stadt Minya im August 2013 verhaftet. Sicherheitskräfte hatten zuvor versucht, zwei Protestlager der Muslimbruderschaft in Kairo aufzulösen.

Im Gerichtssaal waren nur 123 der Angeklagten anwesend. Die übrigen sind derzeit auf freiem Fuß oder auf der Flucht.

Seit dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär im vergangenen Juli geht die ägyptische Übergangsregierung mit zunehmernder Härte gegen die islamistische Massenorganisation vor.