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Erstes ukrainisch-russisches Ministertreffen seit Sturz Janukowitschs

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Erstes ukrainisch-russisches Ministertreffen seit Sturz Janukowitschs

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Der amtierende ukrainische Außenminister Andrej Deschtschiza ist am Rande des Haager Nuklear-Sicherheitsgipfels mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zusammengetroffen. Im Vorfeld hatte er für schärfere Sanktionen plädiert.

“Ich werde verlangen, dass die Lage nicht weiter eskaliert wird. Gleichzeitig werde ich unsere Gesprächsbereitschaft gegenüber Russland bekunden”, sagte Deschtschiza vor dem Treffen.

Es ist das erste Mal seit dem Sturz des ukrainischen Staatspräsidenten Viktor Janukowitsch, dass ein russischer Minister mit einem Mitglieder der von Moskau als illegal abgelehnten Übergangsregierung zusammengetroffen ist. Lawrow sprach sich für eine umfassende Verfassungsreform in der Ukraine unter Teilnahme aller Regionen aus, meinte aber dies sei nur eine Empfehlung.

“Wenn unsere Partner die Krim mit dem Kosovo vergleichen, dann sollten sie bedenken: damals gab es eine Menge Blutvergießen vor der Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo. Auch ich habe ein Frage: Brauchen wir viel Blutvergießen auf dem Krim, damit jeder zustimmt, dass auch die Krim ein Recht auf Selbstbestimmung hat”, sagte Lawrow.

Die Eingliederung der Krim in die Russische Föderation schreitet unabänderlich voran. In Moskau wurden die Flaggen Sewastopols und der Krim als Föderationssubjekte 84 und 85 in der Staatsduma aufgestellt. Seit Montag ist der Rubel das gesetzliche Zahlungsmittel auf der Krim. Die ukrainische Griwna soll als Parallelwährung noch bis Ende 2015 gelten.