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Nach Tod von Adolfo Suárez: Dreitägige Trauer in Spanien

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Nach Tod von Adolfo Suárez: Dreitägige Trauer in Spanien

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Nach dem Tod des früheren Ministerpräsidenten Adolfo Suárez hat die spanische Regierung eine dreitägige offizielle Trauer erklärt. Der erste frei gewählte Regierungschef nach dem Ende des Franco-Regimes war am Sonntag im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Demenzleidens gestorben.König Juan Carlos, der Suárez 1976 zum Ministerpräsidenten ernannt hatte, würdigte den Politiker als Vorbild für alle Spanier:

“Er hat gegenüber der Königsfamilie und dem, wofür sie steht, immer seine Loyalität bewiesen. Adolfo Suárez war ein Verfechter der Demokratie, des Rechtsstaates, der Einheit und der Vielfalt Spaniens.”

Suárez galt als Architekt des Übergangs Spaniens von der Diktatur zur Demokratie. Nach der Demenz-Diagnose vor etwa zehn Jahren und mehrern vergeblichen Anläufen zu einem Comeback in der Politik hatte sich der Rechtsanwalt aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy:

“Dies ist der Moment, unseren Respekt und unsere Dankbarkeit für einen Mann zu zeigen, der die Demokratie in Spanien ermöglicht hat und uns die Türen nach Europa geöffnet hat.”

Der Sarg von Suárez soll am Montag im Madrider Parlament aufgebahrt werden, damit die Spanier ihm die letzte Ehre erweisen können. Danach soll der frühere Regierungschef im Rahmen eines Staatsbegräbnisses beigesetzt werden.