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Verschollene Boeing: Suchmannschaften läuft Zeit davon

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Verschollene Boeing: Suchmannschaften läuft Zeit davon

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Das mysteriöse Verschwinden der Boeing der Malaysian Airlines vor mehr als zwei Wochen hat viele Fragen aufgeworfen. Von dem als sicher geltenden Flugzeug fehlt anfangs jede Spur und die Polizei geht verschiedenen Spekulationen nach. Es wird wegen Sabotage, Entführung und Terrorismus ermittelt.

Für zusätzliche Verwirrung sorgt die Information, dass die Maschine nach dem letzten Radarkontakt noch sieben Stunden auf neuem Kurs weitergeflogen ist. Die Suche wird daraufhin ausgeweitet. Dutzende Schiffe und Flugzeuge aus zwölf Ländern sind im Indischen Ozean im Einsatz – vor allem in der Region zwischen Thailand und den Andamanen-Inseln.

Die Ermittler konzentrieren sich unterdessen auf die beiden Piloten. Die Polizei durchsucht ihre Häuser und entdeckt bei dem Piloten einen Flugsimulator. Dessen Festplatte wird mittlerweile von FBI-Spezialisten untersucht. Medienberichten zufolge trainierte der Pilot mit seinem Flugsimulator unter anderem Landungen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Diego Garcia. Die Basis liegt südlich der Malediven mitten im Indischen Ozean.

Die Suche nach der verschollenen Maschine gestaltet sich schwieriger als die nach der berüchtigten Nadel im Heuhaufen. Das Suchgebiet erstreckt sich teilweise vom Kaspischen Meer bis in den südlichen Indischen Ozean. Dies umfasst nach Angaben der Regierung aus Malaysia mehr als sieben Millionen Quadratkilometer – eine Fläche, so groß wie Australien.

Der Durchbruch gelingt am Ende den australischen Suchmannschaften. Ein Aufklärungsflugzeug entdeckt zwei Objekte, die im indischen Ozean treiben. Ein Teil sei rund und grün, das andere orangefarben und rechteckig, so die australische Seesicherheitsbehörde Amsa.

Für die Suchmannschaften drängt nun die Zeit. Denn das Signal der Blackbox dürfte am 7. April erlöschen, also in rund zwei Wochen. Ohne Blackbox könnte die Bergung der Maschine nach Ansicht von Experten noch Monate, die Aufklärung der Absturzursache sogar Jahre dauern.