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Adolfo Suárez in der Kathedrale von Ávila beigesetzt

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Adolfo Suárez in der Kathedrale von Ávila beigesetzt

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Der ehemalige spanische Ministerpräsident Adolfo Suárez ist am Dienstag im engsten Familienkreis in der Kathedrale von Ávila beigesetzt worden.

Die sterblichen Überreste Suárez’ waren am Morgen vom Parlament in Madrid, wo Suárez aufgebahrt war, nach Ávila überführt worden. Zehntausende Spanier säumten die Straßen der Hauptstadt, um dem Politiker, der als “Architekt der spanischen Demokratie” gilt, die letzte Ehre zu erweisen. Immer wieder brandete Applaus auf, als der Katafalk vorbeifuhr.

Im Trauerzug folgten die Spitzen der regierenden Volkspartei und der oppositionellen Sozialisten.

Der konservative Suárez, der aus der Provinz Ávila stammt, war am Sonntag im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Demenzleidens gestorben. Er hatte Spanien von 1976 bis 81 regiert und maßgeblichen Anteil am friedlichen Übergang vom Franco-Regime zur Demokratie. Für seine Verdienste um die spanische Demokratie hatte ihn König Juan Carlos 1981 zum 1. Herzog von Suárez erhoben.

Am kommenden Montag findet in der Madrider Almudena-Kathedrale ein Staatsakt für Suárez statt.

Adolfo Suárez hat seine letzte Ruhe neben seiner Frau Amparo Illana im Kreuzgang der Kathedrale von Ávila gefunden. Ihr Grab trägt die Inschrift. “La concordia fue posible” – Eintracht war möglich.

Weiterführende Links

El País Sonderseiten zum Tode von Adolfo Suárez (spanisch)

El País Último adiós a Adolfo Suárez (Fotostrecke)