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Chinesischer Präsident Xi Jinping in Frankreich eingetroffen

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Chinesischer Präsident Xi Jinping in Frankreich eingetroffen

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Der chinesische Präsident Xi Jinping hat seine erste Frankreichreise im ostfranzösischen Lyon begonnen. Die frühere Stadt der Seidenweber verbindet eine lange Geschichte mit China. Frankreich und China feiern in diesem Jahr den 50. Jahrestag der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Unser Korrespondent Fabien Farge erklärte: “Zum Auftakt des dreitägigen Staatsbesuchs hat Präsident Xi Jinping hier in Lyon mit den Vertretern der Stadt diniert. An diesem Mittwoch besucht er die Stadt, das französisch-chinesische Institut und das Medizindiagnostikunternehmen Bio-Mérieux.”

Vor der Ankunft des chinesischen Präsidenten haben in der Altstadt rund 40 Demonstranten gegen Menschenrechtsverletzungen in China protestiert. Am Mittwoch werden in Paris, seiner nächsten Etappe, größere Proteste von Exil-Tibetern erwartet. Eine junge Frau aus Tibet erklärte: “Wir wollen ihm nur eine Nachricht überbringen, um sein Herz zu erweichen. Er ist aus dem 20. Jahrhundert, er kann nicht so verschlossen sein wie Mao Zedong.” Eine Französin fügte hinzu: “Wir leben in einer Gesellschaft, nicht nur in Frankreich, sondern weltweit, wo das Einzige was zählt, die Papiere sind. Die Tibeter haben allerdings keine Papiere, rechtlich gesehen gibt es sie nicht. Weder in Tibet, das als chinesische Provinz angesehen wird, noch in Europa. Wenn sie also reisen möchten, haben sie keine gültigen Papiere.”

Doch im Zentrum des Besuchs stehen nicht die Menschenrechte, sondern vielmehr Wirtschaftsverträge, die Frankreich abzuschließen hofft.