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G7 schmeißen Russland raus

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G7 schmeißen Russland raus

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Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industriestaaten (G7) und der Europäischen Union haben Russland aus ihrem Kreis ausgeschlossen. Wegen des russischen Vorgehens auf der Krim sei eine weitere Zusammenarbeit “bis auf weiteres” nicht mehr möglich. Der Gipfel von Sotschi wurde abgesagt, stattdessen treffen sich die G7 jetzt in Brüssel. Die G7 waren auf Einladung von US-Präsident Barack Obama in Den Haag am Rande des Nuklearsicherheitsgipfels zusammengekommen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow zeigte sich von der Entscheidung wenig beeindruckt. “Die G8 sind ein informeller Club. Es gibt keine Mitgliedsausweise und niemand kann per Definition ausgeschlossen werden. Wenn der Westen meint, dass sich dieses Format überlebt hat, dann sei dem so. Wir kleben nicht daran. Vielleicht als eine Art Experiment können wir ein, anderthalb Jahre abwarten und sehen, ob wir ohne sie überleben können”, erklärte Lawrow.

Seit der Gründung der G20 würden alle ökonomischen und finanziellen Probleme dort diskutiert. Außerdem, so Lawrow, gebe es für die Erörterung der wichtigsten Fragen noch weitere andere Formate wie den Weltsicherheitsrat, das Nahost-Quartett oder die Iran-Sechsergruppe.

“2009 war es der US-Präsident, der einen Neustart der Beziehungen zu Russland wollte. Jetzt hat der selbe Mann, Barack Obama, den Ausschluss Russlands aus den G8 betrieben. Ein neuer Kalter Krieg? Vielleicht nicht, aber trotz aller Worte von der Bedeutung Asiens, Europas Grenzen sind erneut zum Epizentrum der Weltpolitik geworden”, meint der euronews-Korrespondent.