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Gespräch zwischen Ukraine und Russland in Den Haag

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Gespräch zwischen Ukraine und Russland in Den Haag

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Am Rande des Nuklearsicherheitsgipfels in Den Haag ist Russlands Außenminister Sergej Lawrow mit seinem ukrainischen Kollegen Andrej Deschtschiza zusammengekommen. Es war das ranghöchste Treffen zwischen Moskau und Kiew seit dem Machtwechsel in
der Ukraine Ende Februar.
Deschtschiza äusserte sich öffentlich lediglich vor der brisanten Begegnung:

“Wir glauben, dass wir friedlich nebeneinander existieren können, aber die Ukraine wird die Krim niemals aufgeben. Deshalb werden wir unsere Bemühungen in bilateralen Gesprächen fortsetzen und sogar verstärken. Gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft werden wir versuchen, die Krim in die Ukraine zurückzuführen.”

Endgültig auf dem Rückzug befindet sich die ukrainische Armee auf der Halbinsel Krim. Wie hier auf der Feodossija-Basis ordnete die ukrainische Führung den vollständigen Abzug ihrer Streikräfte an, um Bedrohungsszenarien aus dem Weg zu gehen. Mehrere Dutzend ukrainische Soldaten wurden offenbar festgenommen oder abgeführt, etliche weitere sollen zu den russischen Truppen übergelaufen sein.

Eine gewisse Erleichterung ist bei diesem stellvertretenden Kommandanten der ukrainischen Armee spürbar:

“Ich kann versichern, dass wir uns alle – auch unser Befehlshaber, der zwangsweise auf der Krim bleiben muss – seit einem Monat wie angespannte Sprungfedern gefühlt haben. Vielleicht können wir uns jetzt etwas entspannen.”

Durch den überwiegend geordneten Rückzug der ukrainischen Soldaten mitsamt ihren Familien ist die Krim nun militärisch fest in russischer Hand. Die ukrainischen Truppen wurden ins Kernland kommandiert. Aus Kiew hatten sie Anweisung, notfalls Gewalt anzuwenden.