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Internet-Vernetzung im Luftraum

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Internet-Vernetzung im Luftraum

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Solarbetriebene Drohnen, die dazu in der Lage sind, Jahre lang ununterbrochen in der Luft zu schweben, davon träumt der Internet-Riese Facebook. US-Medienberichten zufolge will das soziale Netzwerk den Drohnen-Entwickler Titan Aerospace kaufen, um schnelle Internet-Zugänge in entfernten Gegenden anzubieten. Und ist angeblich bereit, dafür 50 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Dabei sind besagte Drohnen noch in der Entwicklung. Doch die Investition lohnt sich auf lange Sicht, meint Micahel Kende von der Nichtregierungsorganisation Internet Society.

“Die Vernetzung auf der Erde ist mit hohen Ausgaben verbunden, weil dafür massenweise Kabel verlegt und Löcher gegraben werden müssen, zum Teil in Städten. Vernetzung in der Luft ist eine billige Alternative, um viel mehr Menschen in flächendeckend zu erreichen.”

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will die Welt vernetzen. Die Allianz “internet.org” soll Internet auch zu denjenigen bringen soll, die bislang noch keinen Zugang haben.

Mark Zuckerberg: “Das betrifft zwei Drittel der Menschheit. Sie haben keinen Zugang, beziehungsweise können oder möchten ihn sich nicht leisten. Es geht nicht darum, billigere Smartphones herzustellen, obwohl auch das sehr wichtig ist, sondern darum, billige Netze anzubieten.”

Internet per Lufttransport, die Idee ist nicht neu. Auch Google greift nach dem Himmel und will Internet-Zugänge in Entwicklungsländern mithilfe riesiger Ballons in der Stratosphäre anbieten. Jeder einzelne Loon könnte eine Fläche von 40 Quadratkilometern mit Internet versorgen. Das Projekt ist seit einem Jahr in der Testphase.

Michael Kende: “Diese Firmen haben enorm viel Geld und suchen nach innovativen Wegen, um die Menschen zu vernetzen. Doch das muss in einem gemeinsam kontrollierten Rahmen geschehen. Facebook ist wunderbar, aber die Leute sollten nicht glauben, dass Facebook oder Google allein das Internet sind. Es ist aber ganz klar ein großer Schritt voran.”

Fünf Milliarden Menschen weilweit sind noch nicht online. Das bedeutet 5 Milliarden zusätzliche Kunden. Sie ins Netz zu bringen ist nicht nur ein gemeinnütziges Ziel. Es bedeutet Wachstum und Marktvorteile.

Vatikan-Bibliothek digitalisiert ihre Schätze

Weiter geht es mit einem gigantischen Digitalisierungs-Projekt im Vatikan. Die Biblioteca Apostolica Vaticana verfügt über eine der wichtigsten Sammlungen ihrer Art und will gemeinsam mit japanischen Experten nun rund 3000 kostbare Manuskripte einscannen. Die Vatikan-Bibliothek hat bereits vor einigen Jahren begonnen, ihre umfangreichen Schätze zu digitalisieren. Das Projekt ist auf zunächst vier Jahre angelegt.

Die Digitalisierung wird vom Personal der Firma NTT DATA in den Räumlichkeiten der Vatikan-Bibliothek durchgeführt. Die Dokumente müssen ihren Platz nicht verlassen.

Nach der Digitalisierung und Archivierung sollen sämtliche Bücher und Manuskripte auf der Webseite in hochauflösender Bildqualität zugänglich sein.

Monsignor Cesare Pasini, Präfekt der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek: “Nach den ersten 3 000 Manuskripten könnten wir im Zuge unserer Zusammenarbeit mit NTT Data in etwa vier Jahren rund 15 000 digitalisierte Manuskripte erreichen von den insgesamt schätzungsweise 80 000, die sich in der Bibliothek befinden. Das wäre ein großartiger Erfolg für den Erhalt und die Verbreitung von Wissen in der Welt, im Dienst der Kultur.”

Alles in allem geht es um 82 000 Handschriften mit einem Gesamtumfang von etwa 41 Millionen Seiten.

Seit Anfang vergangenen Jahres sind bereits Manuskripte auf der Webseite der Bibliothek online abrufbar.