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Obama verspottet Russland als Regionalmacht

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Obama verspottet Russland als Regionalmacht

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Den Gipfel zur Atomsicherheit in Den Haag hat die Krim-Krise überschattet. US-Präsident Barack Obama nutzte die Gelegenheit, um Russland zu kritisieren. Das Land stelle keine Bedrohung für die Sicherheit der USA dar. Er mache sich mehr Sorgen darüber, dass in Manhattan eine Atombombe hochgehen könnte. Er fügte hinzu: “Russland ist eine Regionalmacht, die manche ihrer direkten Nachbarn bedroht, und zwar nicht aus Stärke, sondern aus Schwäche.”

In Punkto Atomsicherheit forderte Obama die internationale Gemeinschaft auf, nicht nachzulassen, sondern die Anstrengungen in den kommenden zwei Jahren noch zu verstärken. “Wir haben noch viel Arbeit vor uns, um die ehrgeizigen Ziele, die wir uns vor vier Jahren gesteckt haben, zu erreichen. Wir haben uns nämlich vorgenommen, das gesamte nukleare Material, sei es zivil oder militärisch, zu sichern, damit es keine Gefahr mehr für unsere Bürger darstellt. Das ist absolut wesentlich für die Sicherheit der ganzen Welt und angesichts der katastrophalen Konsequenzen von nur einem Atomangriff, dürfen wir nicht tatenlos bleiben,” so Obama.

In einer Abschlusserklärung vereinbarten die 53 Teilnehmerstaaten, die Bestände von risikoreichem Uran und Plutonium zu verringern. Der nächste Gipfel dieser Art findet in zwei Jahren in Chicago statt. Unser Korrespondent James Franey erklärte:

“Hier heißt es, das heute getroffene Abkommen ist ein wichtiger Schritt, um die Nuklearsicherheit zu verbessern. Aber es gibt zwei Probleme: Erstens ist es nicht rechtlich bindend, es ist auf das Wohlwollen der beteiligten Staaten angewiesen. Und es ist fraglich, wie weit dieser Deal überhaupt reicht, wenn Russland, das einen der größten Vorräte an Nuklearwaffen hat, sich weigert zu unterschreiben.”