Eilmeldung

Eilmeldung

Suche nach Wrackteilen abgestürzter Boeing unterbrochen

Sie lesen gerade:

Suche nach Wrackteilen abgestürzter Boeing unterbrochen

Schriftgrösse Aa Aa

Schlechtes Wetter hat die Suche nach Wrackteilen
der im Indischen Ozean abgestürzten Malaysia-Airlines-Maschine am Dienstag unterbrochen. Die Wellen seien bis zu vier Meter hoch,
zudem seien Sturmböen und heftiger Regen im Anmarsch, teilte die australische
Seesicherheitsbehörde mit.

Zuvor hatte der malaysische Regierungschef Najib Razak in Kuala Lumpur deutlich gemacht, dass es keine Hoffnung für die 239 Menschen an Bord der Boeing mehr gebe:

“MH370 flog entlang des südlichen Korridors und seine letzte Position war mitten im Indischen Ozean, westlich von der australischen Stadt Perth. Dies ist ein entlegenes Gebiet, fernab jeglicher Landemöglichkeit. Aus diesem Grund muss ich Sie mit großer Betroffenheit und Bedauern informieren, dass Flug MH370 nach diesen neuen Informationen im südlichen Indischen Ozean endete.”

Die Familien der chinesischen Insassen an Bord des Flugzeugs reagierten in Peking geschockt und bestürzt auf die Gewissheit des Absturzes. Mehrere Angehörige mussten medizinisch versorgt werden.
Sie waren vor der öffentlichen Verkündung per SMS über die Tragödie informiert worden.

Etwa Zwei Drittel der 239 Insassen an Bord der Boeing waren chinesische Staatsbürger.

Diese Frau hat ihren Ehemann bei dem Absturz verloren und klagt die malaysischen Behörden an.

“Sie behaupten, dass die Maschine im Indischen Ozean abgestürzt ist, aber sie legen keine Beweise vor. Worauf basiert dann diese Vermutung?
Die malaysische Regierung hält uns seit über zehn Tagen hin. Wir glauben ihr nicht!”

Ein anderer Chinese sagt:

“Was die behaupten, ist nicht glaubwürdig. Wenn unsere Verwandten tot sein sollen, dann wollen wir ihre Leichen sehen. Mein Bruder war an Bord der Maschine!”

Wann die Suche nach Wrackteilen vor Australien fortgesetzt wird, ist noch unklar.