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Datenbrillen: Auf die Plätze, Facebook....

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Datenbrillen: Auf die Plätze, Facebook....

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Facebook reagiert auf Googles Vorlage:
Für zwei Milliarden Dollar kauft das weltgrößte Internet-Netzwerk das Datenbrillen-Startup Oculus – nur fünf Wochen nach der 19 Milliarden Dollar teuren Übernahme von WhatsApp.

Mit den Datenbrillen des erst vor zwei Jahren gegründeten Unternehmens kann der Nutzer bei Computerspielen in eine virtuelle Welt eintauchen.

Oculus hat mit seinen über 100 Mitarbeitern bisher mehr als 40.000 Entwickler-Versionen seiner Rift genannten Computerbrille verkauft und mit der Technologie großes Interesse der Fachpresse auf sich gezogen – aber noch kein serienreifes Produkt auf den Markt gebracht. Die Datenbrille gaukelt dem Benutzer über zwei kleine, getrennte Bildschirme eine 3D-Umgebung vor, die sich je nach Kopfbewegung verändert.

Accessoires wie Computer-Uhren oder Datenbrillen könnten Experten zufolge nach Smartphones und Tablet-PCs der nächste große Trend in der Technologiebranche werden.

Google ist in dem Segment seit langem aktiv, hatte sich vor wenigen Tagen mit dem weltgrößten Brillenhersteller Luxottica zusammengetan und könnte mithilfe von Google Glass den E-Commerce umkrempeln.

In der hart umkämpften Tech-Branche gebe es alle zehn bis 15 Jahre eine Umwälzung mit ganz neuen Produkten, sagte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nach Bekanntgabe des Deals. Er setzte die Brille auf und hatte Visionen: “Stellt euch vor, ein Spiel in der ersten Reihe zu genießen, rund um den Globus in einem Klassenraum mit Lehrern und Schülern zu lernen oder einen Doktor direkt zu konsultieren – nur indem man die Brille zu Hause aufsetzt.”

In der Vergangenheit war Zuckerberg vorgeworfen worden, den Trend zu Smartphones und Tablets nicht rechtzeitig erkannt zu haben.

su mit dpa, Reuters