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Ebola-Epidemie in Afrika weitet sich aus

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Ebola-Epidemie in Afrika weitet sich aus

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Die Ebola-Epidemie im westafrikanischen Guinea scheint sich über die Landesgrenzen hinaus auszubreiten. In dem Staat sind bereits mindestens 59 Menschen an der hochansteckenden Virus-Infektion gestorben. Jetzt wurden auch im Nachbarland Liberia erste Verdachtsfälle registriert. In Guineas Hauptstadt Conakry setzen die Behörden nun auf bessere Vorbeugung.

“Wir haben mehrere Ratschläge erhalten, erklärt dieser Angestellte in Guineas Hauptstadt Conakry. “So sollen wir den Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Urin oder Schweiß vermeiden. Diese Anweisungen von Medizinern haben wir hier über Textnachrichten per Telefon empfangen.”

“Wir müssen die Stadt sauber halten, um diese Krankheit wirkungsvoll zu bekämpfen, sagt ein anderer Passant. “Das müssen wir gewissenhaft machen. Viele fürchten um ihr Leben. Deshalb müssen wir den Dreck in den Griff bekommen.”

Neben Guinea sind auch die Nachbarländer Sierra Leone und Liberia in den Fokus der Weltgesundheitsorganisation geraten. Acht Verdachtsfälle werden in Liberia untersucht. Fünf der Patienten sind bereits gestorben. Der Nachweis des Ebola-Virus ist vor Ort schwierig – allein schon mangels molekular-genetischer Diagnostik.
Zur Unterstützung sind zwei deutsche Virologen des Hamburger Tropeninstituts mit medizinischen Geräten nach Guinea gereist. Das gefährliche Virus war erstmals 1976 in Afrika aufgetaucht und hat seinen Ursprung im Tierreich.