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Elektroschrott zu Geld gemacht

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Elektroschrott zu Geld gemacht

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Rund eine Million Menschen leben in den Slums von Nairobi, es könnten auch mehr sein. Viele kommen gerade so über die Runden. Leonard Ngatia gehört dazu. Doch er hatte eine Idee. Bei Reparaturwerkstätten sammelt er Elektroschrott ein: all das, was von alten Computern und anderen Geräten übrig bleibt. Manchmal verdient er auf diese Weise bis zu 35 Euro am Tag.

“Anstatt den Schrott wegzuwerfen, sammeln wir ihn ein, bezahlen dafür und versuchen ihn dann, in Geld umzusetzen”, so Ngatia. “Bisher läuft es nicht schlecht. Das Geld, das man täglich einnimmt, hilft einem. Es ist nicht jeden Tag leicht verdientes Geld, aber mit dem, was wir einnehmen, können wir planen. Wir schaffen dadurch Dinge an, zahlen die Miete. Ich kann mich nicht beklagen”, sagt er weiter.

Schätzungen zufolge wird die Menge an Elektroschrott in drei Jahren weltweit rund 65 Millionen Tonnen erreicht haben. Meist landet der Abfall in der dritten Welt. Dort wird er unter teils gesundheitsgefährdenden Bedingungen entsorgt. In Kenia bringt eine Initiative Müllsammler, Recylingunternehmer und Exporteure an einen Tisch.

“Wir müssen die Bevölkerung darüber aufklären, dass es sich bei Elektroschrott tatsächlich um Rohstoffe handelt, wenn er richtig recycelt wird”, sagt Charles Kuria von HP East Africa.

Aus den weggeworfenen Geräten können Gold, Silver, Palladium und Kupfer gewonnen werden, die anschließend zur Wiederverwertung geeignet sind und damit den Müllsammlern ein bescheidenes Einkommen sichern.