Eilmeldung

Eilmeldung

Suche nach Malaysia-Airlines-Maschine im Indischen Ozean fortgesetzt

Sie lesen gerade:

Suche nach Malaysia-Airlines-Maschine im Indischen Ozean fortgesetzt

Schriftgrösse Aa Aa

Nach einem Tag Unterbrechung wegen
schlechten Wetters ist über dem Indischen Ozean die Suche nach Wrackteilen
des verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeugs wieder aufgenommen worden. Flugzeuge aus insgesamt sechs Nationen starten im Laufe des Mittwochs in das Suchgebiet südwestlich der australischen Stadt Perth. Die australische
Seesicherheitsbehörde teilte weiter mit, die Suchflugzeuge stammen aus den USA, Neuseeland, China, Japan, Südkorea und Australien.

David Johnston, Verteidigungsminister Australien

“Bis wir ein Wrackteil geborgen und eindeutig der Boeing zugeordnet haben, bleibt alles weitere Spekulation,” sagte der australische Verteidigungsminister David Johnson. “Das Suchgebiet 2500 Kilometer vor Perth ist eines der entlegensten auf den Weltmeeren. Der Ozean dort ist 3500 Meter tief. Das ist eine massive logistische Herausforderung.”


Erboste Angehörige von chinesischen Passagieren an Bord der Boeing forderten vor der malaysischen Botschaft in Peking erneut umfassende Aufklärung über die Umstände des Verschwindens.
Auch die chinesische Regierung verlangt von Malaysia “detaillierte und genaue Informationen” über den verschollenen Flug MH370.
Tom Wood, der Bruder des US-Passagiers Philip Wood, ist um Zurückhaltung bemüht:

“Wir wissen um den Absturz. Wir wollen mehr darüber erfahren und das werden wir hoffentlich auch. Ich habe noch nicht um meinen Bruder geweint. Traurige Freunde haben mich angerufen und für mich geweint. Das ist hart, wenn sie weinen für das, was ich durchmache. Aber später werde ich auch weinen. Sehr viel weinen. Später.”

Die chinesische Regierung entsandte neben dem Aufklärungsflugzeug auch einen Eisbrecher in die Region.
Malaysia solle die Suchaktion weiter koordinieren und die chinesischen Experten in die eingehenden Ermittlungen einbeziehen, hieß es vor dem Hintergrund
chinesischer Unzufriedenheit über die Informationspolitik Malaysias.
Am Montag hatte die Besatzung eines Flugzeugs in der Region Objekte
entdeckt, die von der Maschine stammen könnten. Sie konnten aber zunächst nicht geborgen werden.