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Xi Jinping auf Staatsbesuch in Frankreich: China investiert Milliarden

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Xi Jinping auf Staatsbesuch in Frankreich: China investiert Milliarden

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Der chinesische Präsident Xi Jinping hat bei seinem Staatsbesuch in Frankreich seinen französischen Amtskollegen François Hollande getroffen. Das chinesische Staatsoberhaupt wurde am Mittwoch feierlich im Pariser Invalidendom empfangen.

Bei dem ersten Besuch Xis in Frankreich ging es vor allem um die Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen. Wie der europäische Flugzeughersteller Airbus bekannt gab, erhielt das Unternehmen aus China einen über sieben Milliarden schweren Auftrag über 70 Flugzeuge.

Zudem unterschrieben Airbus und das chinesische Unternehmen Avicopter eigenen Angaben zufolge einen Vertrag über eine Kooperation bei der Herstellung von 1000 zivilen Helikoptern. Auch der angeschlagene französische Autobauer Peugeot und das chinesische Automobilunternehmen Dongfeng vereinbarten eine engere Zusammenarbeit. Insgesamt wurden 50 Verträge im Wert von 18 Milliarden Euro unterzeichnet, wie Hollande in Paris mitteilte.

Xi hatte seinen mehrtägigen Frankreich-Besuch am Dienstag in Lyon begonnen. Dort besuchte das chinesische Präsidentenpaar unter anderem das französisch-chinesische Institut in Begleitung des Bürgermeisters Gérard Collomb. Das ehemals als Seidenhauptstadt bekannte Lyon unterhält traditionell enge Beziehungen zu China – so auch das Forschungszentrum BioMérieux in der östfranzösischen Stadt, das Xi am Mittwochvormittag besuchte.

Seine Visite im Rahmen einer Europareise fällt auf das 50. Jubiläum der französisch-chinesischen Beziehungen. 1964 war Frankreich das erste größere westliche Land, das die Volksrepublik China anerkannte.

Aus Lyon berichtete euronews-Reporter Fabien Farge:
“Hier in Lyon und der Region Rhône-Alpes war Xi Jinpings Besuch vor allem ein Anlass, die historischen chinesisch-französischen Beziehungen in Wirtschaft und Bildung zu feiern. In Paris geht es vor allem um die Intensivierung des Handels, insbesondere die Verabschiedung von wichtigen Verträgen.”

Xi Jinping wird am Freitag nach Berlin weiterreisen. Danach wird er in Brüssel erwartet.