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IWF: Hilfskredite für die Ukraine - gegen schwere Einschnitte

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IWF: Hilfskredite für die Ukraine - gegen schwere Einschnitte

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt der Ukraine einen Milliarden-Kredit bereit.

Bis zu 18 Milliarden Dollar können abgerufen werden, so der IWF. In den kommenden beiden Jahren kann die Pannenhilfe aus anderen Quellen (US, EU) auf insgesamt 27 Milliarden Dollar steigen.

Der Fonds knüpft seine Finanzspritzen an klare Bedingungen: Sofortiger Stopp der staatlichen Gassubventionen, die Zentralbank soll die nationale Währung Hrywnija nicht länger künstlich hochhalten und Kampf gegen Korruption und Bürokratie.

Die Ukraine stehe mit dem Rücken an der Wand, warnt der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk:

“Das Land ist am Rande des Wirtschafts- und Finanzbankrotts. Wenn diese Gesetze nicht akzeptiert werden, sehen wir die Zahlungsunfähigkeit kommen und 10 Prozent Rückgang der Wirtschaftsleistung.”

Das Problem: An genau solchen Auflagen ist die Auszahlung von Hilfskrediten an die Ukraine schon zweimal gescheitert. 2008 hatte der Währungsfonds ein Hilfsprogramm über 16,4 Milliarden Dollar aufgelegt. Wegen Kapitalabflüssen infolge der Weltfinanzkrise war das Land auch damals am Rand der Zahlungsunfähigkeit – 2009 schrumpfte die Wirtschaftsleistung laut IWF um rund 15 Prozent. Das Programm wurde schließlich eingefroren, Gas blieb billig.

Diesmal hat die Regierung schon zugestimmt: Die Verbraucherpreise für Gas steigen zum ersten Mai um gut die Hälfte. Weitere Preisschübe bis 2018 stehen so gut wie fest.

su mit Reuters, dpa