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Nach Blockade von Visa und Mastercard - Putin spielt die russische Karte

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Nach Blockade von Visa und Mastercard - Putin spielt die russische Karte

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Um Sanktions-Folgen zu entgehen, hat Russlands Präsident Wladimir Putin ein eigenes Bezahlsystem als Konkurrenz zu US-Kreditkartenanbietern angekündigt.

Die amerikanischen Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard hatten kurzzeitig den Zahlungsdienst für Kunden der Rossija-Bank und weiterer russischer Geldinstitute eingestellt, nachdem die USA Sanktionen gegen die Rossija-Bank verhängt hatten – sie ist die Hausbank enger Verbündeter von Putin.

Wladimir Putin, russischer Präsident:

“Schade, dass ein paar Unternehmen zu wohlbekannten Restriktionen so entschieden haben. Ich meine, das wird sie ganz einfach gewisse Marktsegmente kosten, auf einem sehr profitablen Markt. Nun, das ist aber nicht unsere Sorge. Wir müssen unsere Interessen wahren, und das werden wir auch machen.”

Japan (JCB) und China (Unionpay) nutzten bereits erfolgreich eigene Systeme.

Angesichts gewaltiger Kapitalabflüsse
wegen der Krim-Krise hat die Führung in Moskau den Banken außerdem frisches
Geld in Aussicht gestellt. Erwogen würden etwa ungedeckte Kredite, um rasch für Liquidität zu sorgen, sagte Zentralbankchefin Elvira Nabiullina.

Allein im ersten Quartal 2014 mehr als 50 Milliarden Euro aus Russland verschwunden (2013: 46 Milliarden Euro) schätzt der Vizeminister für Wirtschaftsentwicklung, Andrej Klepatsch. Bis Ende des Jahres könnte es mehr als doppelt so viel werden.

su mit dpa