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Vor Stresstests: Banken in Italien zeigen ihre teuren Risiken

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Vor Stresstests: Banken in Italien zeigen ihre teuren Risiken

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Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo räumt angesichts der bevorstehenden Bankenstresstests in der Eurozone ihre Bilanz auf. Sie ist zum Jahresende 2013 überraschend tief in die roten Zahlen gestürzt.

Gewaltige Abschreibungen auf Konzerntöchter und eine erhöhte
Risikovorsorge für faule Kredite bescherten dem zweitgrößten Geldhaus
des Landes unter dem Strich einen Quartalsverlust von 5,2 Milliarden
Euro – daraus wurden für das Gesamtjahr 4,55 Milliarden Euro Verlust. Im Vorjahr hatte die Bank noch 1,6 Milliarden Euro verdient.

Vor einem Jahr war im Schlussquartal ein Fehlbetrag von 83 Millionen Euro angefallen. Analysten hatten nun mit 35 Millionen Euro Verlust gerechnet.

Bis 2017 will Italiens zweitgrößte Bank wieder 4,5 Milliarden Euro Gewinn erzielen, so der Finanzkonzern in seiner mittelfristigen Strategieplanung.

Mitte März hatte die größte italienische Bank UniCredit einen der höchsten Verluste gemeldet, der jemals bei einer europäischen Bank angefallen ist -15 Milliarden Euro im vierten Quartal. Auch hier war der Grund eine aggressive Säuberung der Bilanz im Vorfeld der Stresstests durch die europäischen Regulierer.

su mit dpa