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Weiter angespannte Lage in der Krimkrise

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Weiter angespannte Lage in der Krimkrise

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In der Krimkrise machen westlichen Ländern weiterhin die russischen Truppen Sorgen, die hinter der Grenze zur Ukraine zusammengezogen wurden.

So schätzen die USA jetzt, dass dort bis zu vierzigtausend Soldaten bereitstehen. Sie verlangen von Russland, dass es diese Truppen aus der Grenznähe zurückzieht.

Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert amerikanische Vertreter, die anonym davon sprechen, dass auch Soldaten in unkenntlich gemachten Uniformen bereitstünden – wie sie schon bei der Besetzung der Krim zu sehen waren.

Russland hat wiederholt versichert, dass es nach der Besetzung der Krim keinen Einmarsch in weitere Teile der Ukraine plane.

Das könnte sich aber jederzeit ändern, wenn es eine Bedrohung russischstämmiger Ukrainer feststellte – und entscheidend dafür wäre ganz alleine die russische Wahrnehmung.

Russlands Staatspräsident zeigt sich vom Militäreinsatz auf der Krim jedenfalls angetan: Dieser Einsatz sei eine ernste Bewährungsprobe gewesen, sagt Wladimir Putin. Er habe die neuen Fähigkeiten der russischen Armee gezeigt, ebenso wie den hohen Kampfgeist der Soldaten.

Am Abend telefonierte Putin für eine Stunde mit seinem amerikanischen Kollegen Barack Obama.

Dabei ging es nach amerikanischen Angaben um mögliche diplomatische Auswege aus der Krimkrise. Demnach sollen sich dazu erneut die beiden Außenminister treffen.

Putin machte bei dem Gespräch nach russischen Angaben erneut Extremisten für die Lage in der Ukraine verantwortlich.

Demnach sprach er von einem “Wüten der Extremisten in der Ukraine”, die “unbestraft von der Führung in Kiew Zivilisten angreifen” würden.

Einige hundert Armeefahrzeuge will Russland der Ukraine jetzt zurückgeben. Sie gehören Einheiten, die ukrainisch geblieben sind und die Krim verlassen haben.

Bei Militäreinheiten und Schiffsbesatzungen, die auf die russische Seite übergelaufen sind, kommt auch die Kampftechnik damit aber in russische Hand.