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Bewerberfeld für ukrainische Präsidentenwahl formiert sich

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Bewerberfeld für ukrainische Präsidentenwahl formiert sich

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Knapp zwei Monate vor der Präsidentenwahl in der Ukraine formiert sich das Feld der Bewerber.

Julia Timoschenko wird am 25. Mai antreten, und ihr stärkster Gegner wird nun Pjotr Poroschenko sein – der Milliardär, der sein Vermögen mit Schokolade gemacht hat.

Für ihn zieht sogar Witali Klitschko zurück; Umfragen hatten dem ehemaligen Boxer gegenüber Poroschenko aber auch nur geringe Chancen gegeben.

Klitschko unterstützt Poroschenko nun im Wahlkampf; er selber will jetzt in einem neuen Anlauf Oberbürgermeister der Hauptstadt Kiew werden.

Am wichtigsten sei es jetzt, die Souveränität und das unversehrte Staatsgebiet der Ukraine zu sichern, sagt Poroschenko. Außerdem müsse die Einheit des Landes gefördert werden.

Julia Timoschenko ist das Gesicht der Umwälzungen in der Ukraine vor zehn Jahren; Umwälzungen, die aber nicht jeder in guter Erinnerung hat.

Unter der gestürzten Regierung war sie sogar zu jahrelanger Haft verurteilt worden, kam durch den Umsturz nun aber frei.

Seit ihrer Haftentlassung schlägt sie kämpferische Töne an: Niemals werde sie als Präsidentin zulassen, sagt sie, dass ein Angreifer auch nur einen Zentimeter ukrainischen Bodens ohne Gegenwehr erobere.

Auch die Partei der Regionen, bis zum jetzigen Umsturz die Regierungspartei, stellt einen Präsidentschaftsbewerber auf.

Es ist Michail Dobkin, früher Gouverneur der Provinz Charkow an der russischen Grenze. Er kündigt an, er wolle die guten Beziehungen zu Russland wiederherstellen.

In den Umfragen hat Dobkin keine Chance, klarer Sieger wäre Poroschenko. Bisherige
Umfragen in der Ukraine waren aber oft unzuverlässig.