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Rechtsruck bei Kommunalwahlen in Frankreich

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Rechtsruck bei Kommunalwahlen in Frankreich

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Grund zum Jubel gab es nach der zweiten Runde der Kommunalwahlen in Frankreich vor allem rechts der Mitte.

Die konservative UMP konnte deutlich zulegen, Parteichef Jean-François Copé sieht sie schon wieder als die wichtigste Kraft im Land. “Ich möchte sehen, wie Präsident Francois Hollande auf die Nachrichten dieser Abstimmung reagiert, und ich möchte wissen, wie er seine katastrophale Politik ändern wird”, so Copé.

Mehr als 140 Kommunen dürften die Sozialisten verloren haben. Staatspräsident François Hollandes will nun personelle Konsequenzen in der Regierung unter Jean-Marc Ayrault prüfen. “Diese Wahl ist – lokal und national – eine Niederlage für die Regierung und die Mehrheit”, gab Ayrault unumwunden zu.

Grösste Siegerin der Kommunalwahlen ist wohl Marine Le Pen. Ihr rechter und immigrationsfeindlicher Front National profitiert von der schlechten Stimmung im Land und regiert nun in 11 Kommunen – ein Rekord. Le Pen bezeichneten den Front National deshalb bereits als dritte Kraft in Frankreich.

“Frankreich geht es nicht gut und dieses Hin und Her zwischen der UMP und den Sozialisten ändern nichts. Ich denke, dass das immer mehr Franzosen verstehen und einen Ausweg aus dem Chaos suchen”, sagte Le Pen.

Einziges Trostpflaster für Hollande ist die Hauptstadt. Die gebürtige Spanierin Anne Hidalgo stach ihre Konkurrentin von der UMP aus – und steht nun als erste Frau der Geschichte dem Rathaus von Paris vor.