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Turtschinow sagt deutlich, was er denkt

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Turtschinow sagt deutlich, was er denkt

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Der ukrainische Präsident Alexander Turtschinow und Innenminister Arsen Awakow haben am Montag die Übungen der neuen Nationalgarde in Nowi Petriwzi nördlich von Kiew begutachtet. Dabei sagte Turtschinow deutlich, was er von den russischen Vorschlägen zu einer Föderalisierung seines Landes hält:

“Herr Lawrow, Herr Putin und Herr Medwedew können für die Russische Föderation jeden Vorschlag machen, den sie wollen. Die russische Regierung sollte die Probleme der Russischen Föderation lösen, aber nicht die der Ukraine. Die Ukraine hat ihre eigene Regierung, ihr eigenes Parlament, ihre eigenen Bürger, die ihre Zukunft selbst bestimmen werden. Es gibt keinen Grund für eine Föderalisierung der Ukraine.”

Die Ukraine sei zudem bereit, ihr Gebiet selbst zu verteidigen, so Turtschninow. Die Männer der neuen Nationalgarde, unter ihnen viele Freiwillige aus den Reihen der Maidan-Aktivisten, trainieren seit gut drei Wochen.

“Wir haben viel gelernt”, sagte der Freiwillige Bohdan Bamoskiy. “Vieles davon hätten wir auch auf dem Maidan gut gebrauchen können. Wir haben schießen gelernt und Selbstverteidigung.”

“Die Männer sind nicht hier, weil sie einen Vertrag bei der Armee wollen”, so der Nationalgardist Anton Konchenko. “Sie wollen etwas für ihr Vaterland tun, unseren Truppen helfen, die Grenze sichern und für Ordnung sorgen.”

Kiew hatte den Aufbau der bis zu 60.000 Mann starken Truppe am 13. März vor dem Hintergrund des Konfliktes mit Russland beschlossen. Am nächsten Samstag sollen Hunderte Gardisten vereidigt werden.