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Google Glass, Smartwatch & Co. sind zum Einstieg bereit!

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Google Glass, Smartwatch & Co. sind zum Einstieg bereit!

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Die mit Spannung erwartete Daten-Brille Google Glass soll in den kommenden Monaten auf den Massenmarkt stoßen. Potenzielle Anwendungsgebiete gibt es viele zum Beispiel am Abfertigungsschalter auf dem Flughafen.

Der Flugbegleiter erhält alle relevanten Informationen wie Flugnummer, Abflugszeit oder Angaben zum Luftverkehr direkt auf dem kleinen Bildschirm vor seinem Auge. Derweil scannt die Kamera Flugticket und Reisepass ein. In Sekundenschnelle, quasi auf Knopfdruck.

Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic testet Google Glass, um die Effizienz bei der Bodenabfertigung zu steigern. Dabei geht es auch ums Image. Die futuristische Brille auf der Nase sticht sprichwörtlich ins Auge.

Die ersten Reaktionen seien positiv, bestätigt ein Flugbegleiter. Die neue Technologie macht die Passagiere neugierig. Manche wollen die Brille gleich selber ausprobieren.

Tim Graham, Virgin Atlantic: “Wir tun alles, um die Abfertigung persönlicher und origineller zu gestalten, damit der Fluggast etwas Besonderes erlebt. Die Wirkung ist großartig!”

Die Businessclass-Abfertigung der Fluggesellschaft am Flughafen Heathrow wurde zum Versuchsfeld für neue Check-in-Technologien auserkoren. Die Anwendung für die Datenbrille hat das Schweizer Unternehmen SITA entwickelt.

Die Ingenieure nutzen die konkrete Anwendung, um etwaige Systemfehler quasi in Echtzeit zu korrigieren. Im Forschungslabor der Schweizer IT-Tüftler werden tragbare Technologien für den Terminal der Zukunft ausprobiert. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Stéphane Cheikh, SITA: “Im März 2013 haben wir uns gesagt: Mit all den Möglichkeiten, die das ‘Wearable Computing’ bietet, lässt sich auch der Boardingprozess beschleunigen. Während ich die Brille trage, scannt die von uns entwickelte App in weniger als einer Sekunde die Bordkarte und den Pass. Das Bodenpersonal ist vernetzt und kann dennoch mit dem Fluggast interagieren. Der Kontakt bleibt bestehen.

Die Entwicklungsabteilungen der Fluggesellschaften sehen ein großes Zukunftspotenzial. Denn wie gesagt, die Informationen stehen zur Verfügung und gleichzeitig hat das Personal die Hände frei, das ist ein großer Vorteil. Während man auf den Passagier eingeht, erscheinen die Informationen direkt vorm Auge.”

Freie Hände bedeutet auch, dass das Personal für weitere Aufgaben zur Verfügung steht.

Tim Graham, Virgin Atlantic: “Es gibt viele andere Anwendungsbereiche für das mehrheitlich mobile Personal in unserem Unternehmen, sei es bei der Abfertigung, auf dem Rollfeld oder an Bord der Maschinen. Die meisten Angestellten sind mobil, wir suchen wir nach Möglichkeiten, ihre Arbeit mit tragbaren Technologien zu vereinfachen und außerdem den Erlebniswert für den Kunden zu steigern.”

Zu den von Virgin Atlantic getesteten Technologien gehören neben Google Glass auch Sonys Smartwatch und die Lokalisierungstechnik iBeacon.

Nach der Auswertung der Kundenreaktionen will das Flugunternehmen entscheiden, ob der Service auf andere Flughäfen ausgeweitet wird.