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Höhere Verbrauchssteuer in Japan - bange Blicke auf die Konsumenten

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Höhere Verbrauchssteuer in Japan - bange Blicke auf die Konsumenten

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Die erste Erhöhung der Verbrauchssteuer in Japan seit 17 Jahren trübt den Optimismus der japanischen Wirtschaft. Zwar ist die Stimmung in den vergangenen drei Monaten weiter gestiegen und die Konsumenten hatten sich noch zu den alten Tarifen ordentlich eingedeckt.
Doch könnte sich die Erhöhung von bisher 5 auf 8 Prozent als kalte Dusche erweisen. Das geht aus der Tankan-Quartalsumfrage der Bank of Japan (BoJ) hervor.

Danach könnten die Nachfrage der Privathaushalte zurückgehen und Aufschwung wieder spürbar erlahmen. Die Haushalte tragen rund 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung Japans bei.

Der von der Zentralbank ermittelte Stimmungsindex sowohl für die
Großindustrie als auch für die nichtverarbeitenden Branchen war
zwischen Januar und März das fünfte Quartal in Folge gestiegen.

Andererseits muss die drittgrößte
Volkswirtschaft der Welt mit der höchsten Staatsverschuldung unter allen großen Industriestaaten fertigwerden. Sie hat mehr als das Doppelte der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes erreicht.

Finanzminister Taro Aso rechtfertigte die Steuererhöhung als wichtige Maßnahme, um das Vertrauen in Staatsanleihen sicherzustellen.

Das macht jedes Wachstum fragil – dem regierungsnahen Japan Center for Economic
Research zufolge erwarten Ökonomen für das laufende Quartal im Schnitt einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts mit
einer hochgerechneten Jahresrate von 4,1 Prozent, gefolgt von einem Anstieg um 2,2 Prozent zwischen Juli und September.

su mit dpa