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Keine Harpunen mehr: Walfang-Verbot für Japan in der Antarktis

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Keine Harpunen mehr: Walfang-Verbot für Japan in der Antarktis

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Auf diese Entscheidung haben Umweltschützer seit Jahren gewartet. Das höchste UN-Gericht hat Japan den Walfang im Südpolarmeer verboten. Dieser Walfang diene kommerziellen und nicht wissenschaftlichen Zwecken, urteilte der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag.

Japan versprach, sich dem Urteil zu beugen: “Wir sind tief enttäuscht und bedauern das Ergebnis. Aber Japan wird sich an das Urteil halten, denn der japanische Staat respektiert die internationalen Gesetze. Sie bilden eine Grundlage für die internationale Gemeinschaft. Wir werden den Inhalt des Urteilspruchs prüfen und sehen, was wir in der Praxis machen können,” so der Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga.

Laut der Umweltschutzorganisation “Sea Shepherd” ist das Verbot des japanischen Walfangs in der Antarktis entscheidend für das Überleben der Wale in der Region. Bob Brown, der Direktor von “Sea Shepherd”, erklärte: “Die Welt ist dabei mit Hilfe von Gesetzen Ressourcen und globale Gemeinschaftsgüter zu schützen. Was fehlt ist eine Polizeieinheit, um sie durchzusetzen. Wir haben ein Gericht, aber wir haben keine Polizei. Es ist offensichtlich, dass die Vereinten Nationen eine Umweltpolizei schaffen müssen, damit die Gesetze eingehalten werden.”

Die Umweltschützer wollen trotz des Urteils wachsam bleiben, denn Japan kann durchaus ein neues Walfangprogramm für den Südatlantik auflegen.