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Pussy-Riot-Aktivistinnen fordern Brüssel zu Sanktionen gegen Moskau auf

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Pussy-Riot-Aktivistinnen fordern Brüssel zu Sanktionen gegen Moskau auf

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Die beiden Pussy-Riot-Aktivistinnen Nadeschda Tolonnikowa und Maria Aljochina fordern Europa auf, schärfere Sanktionen gegen korrupte Mitglieder der russischen Führung zu verhängen. Zu Gast bei einer Anhörung der Grünen im Europaparlament in Brüssel sagte Tolonnikowa, das Russland Putins sei auf dem Weg, erneut zu einem riesigen Land zu werden, dessen Agressionen nicht zu stoppen seien. Putin plane, den Eisernen Vorhang wiederherzustellen, um in Russland frei schalten und walten zu können. Europa müsse ihn dabei stoppen. Aljochina sagte: “Wir fordern Sanktionen, die jene treffen sollen, die die Russen bestehlen.” Tolonnikowa fügte hinzu: “Wir fordern Sanktionen, die gegen korrupte Regierungsvertreter und gegen Oligarchen aus dem Umfeld Wladimir Putins gerichtet sind. Die Sanktionen sollten sich gegen bestimmte Personen richten, das russische Volk sollten sie aber nicht treffen.”

Oleg Orlow von der bekannten russischen Menschenrechtsorganisation Memorial, der vor einigen Jahren mit dem Sacharow-Preis des Europaparlaments ausgezeichnet wurde, sagte euronews: Den Worten Sacharows zufolge darf die Verletzung von Menschenrechten keine innere Angelegenheit Russlands bleiben. Die frühere Sowjetunion war aggressiv und für Europa gefährlich. Wird die Sowjetunion auf der Grundlage von Menschenrechtsverletzungen wiederbelebt, entstehen zugleich gefährliche staatliche Strukturen.” Die Veranstaltung im Europaparlament trug den Titel: Das Russland Putins: Eine Wiederbelebung der Sowjetunion?