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Türkische Opposition spricht von Wahlbetrug und fordert Neuauszählung der Stimmen

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Türkische Opposition spricht von Wahlbetrug und fordert Neuauszählung der Stimmen

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Zwei Tage nach der Kommunalwahl in der Türkei ist es in der Hauptstadt Ankara zu Zusammenstößen zwischen wütenden Demonstranten und der Polizei gekommen. Sicherheitskräfte setzten
Wasserwerfer und Tränengas ein, um vor der zentralen Wahlkommission Tausende Protestierende zu vertreiben.

Die bei den Wahlen unterlegene, oppositionelle Republikanische Volkspartei (CHP) verlangte eine Neuauszählung der Ergebnisse in Istanbul und Ankara, um Vorwürfe des Wahlbetrugs auszuräumen. Parteichef Kemal Kılıçdaroğlu hatte zuvor einen Rücktritt ausgeschlossen. Seine Partei sei nicht gescheitert, müsse sich die
Ergebnisse aber genau ansehen. In
mehreren Kommunen wird über Wahlbetrug geklagt.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan feierte das Ergebnis der Kommunalwahl indes als “großen Sieg” und sagte, er werde nun mit seinen Gegnern “abrechnen”.

Die islamisch-konservative Regierungspartei AKP kam trotz Korruptionsvorwürfen landesweit auf gut 45 Prozent. Die oppositionelle CHP erhielt zusammengerechnet knapp 28 Prozent.