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Zerrissener Euro-Arbeitsmarkt

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Zerrissener Euro-Arbeitsmarkt

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Im Euroraum hat sich die Arbeitslosigkeit
zuletzt von hohem Niveau aus leicht verringert. Im Februar sei die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung im Vergleich zum Vormonat um 35.000 gefallen, so das europäische Statistikamt Eurostat. Verglichen mit dem Vorjahresmonat waren 166.000
Menschen weniger arbeitslos. Dabei bleibt das Bild zerrissen: Die Arbeitslosenquote stieg über ein Jahr gesehen in elf Mitgliedstaaten, ging in fünfzehn zurück.

Mit 18,965 Millionen Menschen oder 11,9 Prozent aller Erwerbsfähigen bleibt die Arbeitslosigkeit aber hoch. Die
Arbeitslosenquote wurde, wie bereits mehrfach in den vergangenen Monaten, nach unten korrigiert. Sie liegt seit Oktober auf dem
aktuellen Wert. Bisher hatte Eurostat eine etwas höhere Quote von 12,0 Prozent angegeben.

Am höchsten ist der Anteil der Jobsucher nach wie vor in Griechenland (27,5 Prozent): Dann kommt Spanien (25,6 Prozent).

Rekordverdächtig auch die 13 Prozent in Italien – der höchste Wert seit Beginn der Erhebung 1977 (Statistikbehörde Istat).

Ministerpräsident Matteo Renzi:

“Wir hatten 365.000 Arbeitsverhältnisse weniger in 12 Monaten. Macht im Schnitt tausend verlorenene Arbeitsplätze pro Tag. Das ist ein Problem, ganz klar. Wir sehen Anzeichen einer Erholung, sicher, aber das reicht nicht.”

Italiens 13 Prozent sind deutlich höher als der Euro-Schnitt:11,9 Prozent.

Österreich (4,8 Prozent) und Deutschland (5,1 Prozent) sind die Musterknaben mit den geringsten Arbeitslosenquoten.

Die deutsche==Bundesagentur für Arbeit== (BA) meldete 7,1 Prozent Arbeitslosenquote. Das ist die März-Zahl, dabei unterscheiden sich die Rechenmethoden der Statistiker von Eurostat und der Bundesagentur. Frank-Jürgen Weise (Bundesagentur für Arbeit ): “Die Arbeitslosigkeit ist im März erneut zurückgegangen. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nehmen zu. Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt weiter und liegt auf hohem Niveau.”

Im gesamten Euroraum bleibt die Jugendarbeitslosigkeit allerdings sehr hoch.
Bei durchschnittlich 23,5 Prozent ist fast
jeder Vierte unter 25 Jahren ohne Job – Studenten und Auszubildende nicht mitgerechnet.

su mit dpa, Reuters