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Chile: Zahl der Erdbeben-Toten angestiegen

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Chile: Zahl der Erdbeben-Toten angestiegen

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Nach dem schweren Erdbeben in Chile ist die Zahl der Toten nach Angaben des Innenministeriums am Mittwoch auf mindestens sechs gestiegen. Das heftigste Erdbeben seit fast 150 Jahren erschütterte die nördlichen Küstengebiete Chiles am Dienstagabend (Ortszeit) mit einer Stärke von 8,2.

Das Epizentrum lag etwa 100 Kilometer vor der chilenischen Küstenstadt Iquique, in der Nähe der Grenze zum nördlichen Nachbarland Peru. Aus Angst vor Riesenwellen ordneten die Behörden Evakuierungen entlang der rund 5000 Kilometer langen Küstenlinie an. Mehr als 900.000 Menschen waren betroffen.

Bis zu zweieinhalb Meter hohe Wellen trafen auf die chilenische Küste. Das Ozeanographische Institut der Marine hob eine zunächst für die gesamte südamerikanische Pazifikküste ausgegebene Tsunami-Warnung am Mittwochmorgen wieder auf.

Präsidentin Michelle Bachelet hatte die betroffenen Landesteile zum Katastrophengebiet erklärt. Das Militär solle den Betroffenen helfen, aber auch Plünderungen vermeiden, sagte sie in einer Fernsehansprache. “Es sind die notwendigen Maßnahmen getroffen worden, um die Bürger und ihren Besitz zu schützen. Das Land hat die ersten Stunden dieses Notfalls gut gemeistert.” Am Mittwochmorgen flog sie in das betroffene Gebiet.

Die Evakuierungen in dem erdbebenerfahrenen Land sollen weitestgehend ohne größere Zwischenfälle abgelaufen sein. In weiten Teilen Nordchiles gab es am Mittwoch jedoch nach wie vor keinen Strom.

Der Flugverkehr in und aus den betroffenen Städten wurde vorübergehend eingestellt. Inzwischen sind laut Katastrophenschutz wieder alle Flughäfen in Betrieb. Noch für mehrere Tage rechnen die Behörden mit Nachbeben.