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Lufthansa-Streik: Piloten protestieren gegen Rentenkürzungen

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Lufthansa-Streik: Piloten protestieren gegen Rentenkürzungen

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Über 40 Lufthansa-Maschinen sind am Flughafen Frankfurt am Main am Boden geblieben. Der Grund: Im heftigsten Streik der Geschichte des Unternehmens hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit 5400 Piloten dazu aufgerufen, in den Ausstand zu treten. Auch am zweitgrößten deutschen Flughafen in München fielen die meisten Lufthansa-Verbindungen aus. Insgesamt sind 450.000 Fluggäste betroffen.

“Der Streik steht meines Erachtens in keinem Verhältnis zur Sache”, meint der Passagier Thilo Mauns. “Er erzeugt einen volkswirtschaftlichen Schaden immensen Umfangs.”

“Also, ich verstehe den Streik grundsätzlich”, sagte die Passagierin Petra Bernhardt. “Nur was die Forderungen der Piloten angeht, das verstehe ich weniger, muss ich sagen. Aber erst einmal Kompliment an den Flughafen München. Das ist gut organisiert, wir konnten umbuchen. Und somit bin ich nur halbwegs betroffen.”

Das große Chaos an den Flughäfen blieb aus. Für Reisende mit Kindern gab es Familienbereiche. Zusätzlich haben die Flughafenbetreiber Feldbetten aufgestellt und Verpflegung für wartende Passagiere bereitgestellt.

Die Piloten protestierten am Frankfurter Flughafen unter dem Motto “Eure Gier frisst unsere Renten” gegen die geplanten Kürzungen für Piloten im Vorruhestand. Die Lufthansa würde den Aktionären zu hohe Dividenden auszahlen und im Gegenzug bei den Mitarbeitern sparen, so der Vorwurf.

Rund 300 Piloten demonstrierten nach Angaben der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit am Frankfurter Flughafen