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Mugabe blieb dem EU-Afrika-Gipfel in Brüssel fern

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Mugabe blieb dem EU-Afrika-Gipfel in Brüssel fern

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Die Vertiefung der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit ist Thema eines zweitägigen Treffens der EU und Afrikas, das in Brüssel begonnen hat. Dem eigentlichen Gipfel, an dem sich Staats- und Regierungschefs aus Europa sowie aus rund 50 afrikanischen Ländern beteiligen, ging ein Sondertreffen zur Lage in der Zentralafrikanischen Republik voraus. “Man kann nicht über Entwicklung sprechen und Sicherheitsfragen außen vor lassen. Die Sicherheit ist der Sockel, auf dem alles ruht”, so der Vorsitzende der Afrikanischen Union, Mohamed Ould Abdel Asis. “Niemand will in einer Region investieren, die nicht sicher ist. Insbesondere in der Sahel-Region gibt es sehr viele Sicherheitsprobleme, nicht erst seit einigen Monaten sondern seit einem Jahrzehnt.” Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel beteiligt sich an dem Gipfeltreffen. Merkel kündigte eine gemeinsame Erklärung zur europäischen Flüchtlingspolitik an.

Sanoussi Bilal von der Denkfabrik Centre for Development Policy Management kritisiert: “Man spricht über Entwicklung und über Zusammenarbeit, anstatt konkrete Möglichkeiten zu erörtern, die sich bieten. Auch stellt sich die Frage, ob nicht eine neue Generation von Politikern in Europa und in Afrika die Beziehungen zum Vorteil beider Seiten besser voranbringen könnte. Ich erwarte nicht, dass in den nächsten beiden Tagen davon die Rede sein wird.” Der EU-Afrika-Gipfel ist das vierte Treffen dieser Art nach früheren Gipfel in Kairo, Lissabon und Tripolis. Einige afrikanische Staats- und Regierungschefs blieben dem Treffen in Brüssel fern, darunter Simbabwes Präsident Robert Mugabe.