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NATO bricht Kooperation mit Russland ab

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NATO bricht Kooperation mit Russland ab

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Die NATO hat jegliche zivile und militärische Kooperation mit Russland abgebrochen. Das beschlossen die Außenminister des Verteidigungsbündnisses bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen in Brüssel.

Die Militärs der 28 NATO-Staaten sollen nun Pläne ausarbeiten, wie sich bedrohte Mitglieder der Allianz noch besser schützen lassen. Außerdem sollen die Streitkräfte der befreundeten Ukraine effektiver gemacht werden.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen: “Die russische Aggression gegen die Ukraine ist die schwerwiegendendste Bedrohung der europäischen Sicherheit seit einer Generation. Sie bedroht unsere Vision eines intakten, freien und in Frieden lebenden Europa.”

US-Außenminister John Kerry sagte, man setze weiter auf Deeskalation, nehme die Verteidungsaufgabe aber sehr ernst: “Wir alle haben die Auffassung entschieden zurückgewiesen, dass die Annexion der Krim durch Russland in irgendeiner Form legal sein könnte. Und wir haben die russischen Einschüchterungstaktiken verurteilt, vor allem den Aufmarsch einer bisher nicht dagewesenen Zahl militärischer Kräfte entlang der ukrainischen Grenze.”

Eine Wiederaufnahme der Kooperation mit Russland will die NATO auch von einem Abzug der Truppen von der Grenze zur Ukraine abhängig machen. Laut einer ananymen internen Quelle geht das Bündnis dort von 35.000 bis 40.000 russischen Soldaten aus.

Den jüngsten Rückzug einiger Kräfte begrüßte Kerry als “kleine Geste”. Es handelte sich dabei offenbar um ein einziges Bataillon – etwa 500 Mann.