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Rasmussen warnt Russland vor einem "historischen Fehler"

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Rasmussen warnt Russland vor einem "historischen Fehler"

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Die Nato ist sehr besorgt über die russischen Truppen, die immer noch an der Ostgrenze zur Ukraine stationiert sind. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen zufolge will Moskau eine russische Einflusssphäre herstellen, die sich über den gesamten früheren sowjetischen Raum erstreckt. “Falls Russland wieder in der Ukraine eingreift, dann würde ich nicht zögern und von einem historischen Fehler sprechen. Das würde zu einer weiteren Isolation Russlands führen,” so Rasmussen. US-General Philip Breedlove, der Nato-Befehlshaber für Europa, hatte zuvor gesagt, Russland könne, falls es sich zu einer Invasion in die Ukraine entscheide, seine Ziele in drei bis fünf Tagen erreichen.

Der entmachtete ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch bestätigte unterdessen einem Journalisten gegenüber, dass er den russischen Präsidenten Wladimir Putin darum gebeten habe, militärisch einzugreifen, um ukrainische Bürger zu schützen. Er fügte hinzu, dass er den Anschluss der Krim an Russland nie zugelassen hätte. Die Entscheidung der Bewohner der Region, ein Referendum abzuhalten und sich von der Ukraine zu trennen, seien eine Folge der Proteste in Kiew gewesen. Der Verlust der Krim sei eine Tragödie. Janukowitsch warnte zudem, dass die vorgezogene Präsidentschaftswahl im Mai die Gesellschaft noch tiefer spalten und das Land zerreißen könnte.