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Erdeben der Stärke 8,2 erschüttert Chile

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Erdeben der Stärke 8,2 erschüttert Chile

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Ein schweres Erdbeben hat Chile und den Süden Perus erschüttert. Laut den chilenischen Behörden lag die Stärke des Hauptbebens bei 8,2 auf der Richterskala. Ein Nachbeben erreichte die Stärke 5,2.

Es gab mindestens fünf Tote und drei Schwerverletzte. Die Schäden an Gebäuden und Infrastruktur sind insgesamt aber gering.

Wegen der Gefahr eines Tsunamis evakuierten die Behörden nach dem Beben mehrere Küstenregionen. In Minen im Inland wurde der Betrieb eingestellt, ebenso an mehreren Flughäfen. Die Tsunamiwarnung wurde inzwischen wieder aufgehoben.

Laut der chilenischen Erdbebenwarte befand sich das Epizentrum des Bebens zwischen den Küstenstädten Iquique und Arica in rund 39 Kilometer Tiefe.

Tsunami-Wellen, die bei Beben unter dem Meeresgrund auftreten können, sind oft sehr lang gestreckt und gleichen deshalb einer Gezeiten-Flut. Nach Angaben des Lokalfernsehens hob sich der Meerespiegel in der Stadt Arica gut zwei Meter.

Erdbeben sind in Chile und Peru häufig, Schäden konnten dank baulicher Sicherheitsmaßnahmen in den vergangenen Jahrzehnten immer geringer gehalten werden. Gegen Tsunamiwellen können aber auch sie wenig ausrichten. Die Tsunamigefahr bestand für einen großen Teil der südamerikanischen Westküste.

Beim letzten schweren Erdeben in Chile, das 2010 eine Stärke von 8,8 erreichte, kamen mehr als 500 Menschen ums Leben.