Eilmeldung

Eilmeldung

Copernicus-Mission: Europas neuer Wächter im All

Sie lesen gerade:

Copernicus-Mission: Europas neuer Wächter im All

Schriftgrösse Aa Aa

Nach 15 Jahren akribischer Planung ist es soweit: Heute Abend schickt Europa den ersten Satelliten der Copernicus-Mission ins Weltall. Damit beginnt ein ambitioniertes Erdbeobachtungsprogramm, dessen Daten für jedermann frei zugänglich sein sollen. Der Radarsatellit “Sentinel” kann aus 700 Kilometern Höhe zum Beispiel die Eismassen an den Polen überwachen – rund um die Uhr und bei jedem Wetter. Er erkennt Objekte bis zu einer Größe von fünf Metern.

ESA-Operations Manager Frank-Jürgen Diekmann erklärte: “Er wird dazu in der Lage sein alle Oberflächen der Erde zu beobachten: Land, Ozeane oder Eisflächen. Er wird auch sehr schnell reagieren können. Im Falle von Naturkatastrophen kann er die Mannschaften auf dem Boden mit Bildern unterstützen.”

“Sentinel” soll vor allem Erdbeben, Erdrutsche, Überschwemmungen aber auch die Meere im Auge behalten, um etwa Ölverschmutzungen frühzeitig zu erkennen. Copernicus-Chef Volker Liebig zufolge wird man mit den erfassten Daten fast alle Klima- und Umweltfragen beantworten können.