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Gegenseitige Vorwürfe zwischen NATO und Russland

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Gegenseitige Vorwürfe zwischen NATO und Russland

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Die NATO und Russland beschuldigen sich in der Krimkrise gegenseitig, sie würden gegen Abkommen verstoßen.

Dabei geht es um die Aufstockung von Truppen in osteuropäischen Ländern – also in russischer Nähe – die die NATO ins Spiel gebracht hat.

Die NATO bestreitet den russischen Vorwurf und dreht ihn um.

Russland habe versprochen, sagt Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen, es achte die Souveränität anderer Länder, die Unversehrtheit ihres Staatsgebiets, ihre politische Unabhängigkeit – und es werde Gewalt weder androhen noch anwenden: Aber, so Fogh, all das mache Russland eben nicht.

Russland hält dagegen seinen Vorwurf aufrecht, unter Verweis auf ein Abkommen von 1997.

Die Beziehungen zur NATO unterlägen bestimmten Regelungen, sagt Außenminister Sergej Lawrow – und demnach dürften in Osteuropa auf Dauer keine zusätzlichen Soldaten stationiert werden.

Währenddessen nehmen sechzehn ukrainische Offiziere – wie schon länger geplant – an der NATO-Übung “Sabre Guardian” in Bulgarien teil.

Auf dem Truppenübungsplatz Nowo Selo wird das Zusammenwirken von Einheiten verschiedener Länder geprobt, mit siebenhundert Teilnehmern aus dreizehn Staaten.

Nächstes Jahr findet diese Übung in der Ukraine selbst statt – noch größer und komplexer, aber laut NATO ebenfalls schon seit über einem Jahr geplant, also weit vor den Ereignissen rund um die Ukraine, Russland und die Krim.