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Lufthansa-Piloten setzen Streik fort - Millionenschäden erwartet

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Lufthansa-Piloten setzen Streik fort - Millionenschäden erwartet

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Im Piloten-Streik der Lufthansa ist am Donnerstag weiterhin keine Einigung zwischen der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit und dem Unternehmen in Sicht. Die Kapitäne und Co-Piloten setzten den am Mittwoch begonnenen Ausstand fort. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main wurden laut einem Sprecher 700 Starts und Landungen gestrichen. An den drei Streiktagen stornierte die Lufthansa nach eigenen Angaben insgesamt 3800 Flüge. Die Piloten wollen noch bis Freitag um Mitternacht die Arbeit niederlegen.

Betroffen sind insgesamt 425.000 Fluggäste. Die meisten Reisenden waren über die Ausfälle informiert, deswegen war am Frankfurter und an anderen Flughäfen deutlich weniger los. Die Betreiber stellten Verpflegung und Betten bereit, für diejenigen, die trotzdem strandeten.

Anlass des Streiks sind die von Lufthansa einseitig aufgekündigten Übergangsrenten für Piloten. Diese fordern außerdem zehn Prozent mehr Gehalt. Trotz einiger Signale von beiden Seiten kam es zunächst nicht zur Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen um die Übergangsrenten für die rund 5400 Piloten von Lufthansa, Germanwings und Lufthansa Cargo. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit wartete nach Angaben ihres Sprechers vergeblich auf einen Anruf der Lufthansaverhandler.

Der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, Christoph Franz, sagte in der “Bild-Zeitung”, dass er auf eine schnelle Einigung mit der Gewerkschaft hoffe. “Wir möchten uns im Sinne unserer Passagiere und im Sinne des
Unternehmens so schnell wie möglich einigen. Der Ruf der Lufthansa darf unter diesem Tarifkonflikt nicht leiden”, sagte Franz. Der Streik treffe Unternehmen und Passagiere “sehr hart”. Die Schäden für Lufthansa werden ihm zufolge voraussichtlich im zweistelligen Millionenbereich liegen. Am Flughafen München ging man bei drei Streiktagen von Einbußen in Millionenhöhe aus. Auch der Frankfurter Betreiber Fraport beklagte pro Streiktag einen Umsatzverlust im einstelligen Millionenbereich.