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Schuldzuweisungen in Kiew und Moskau nach den Maidan-Toten

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Schuldzuweisungen in Kiew und Moskau nach den Maidan-Toten

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Sechs Wochen nach den Todesschüssen auf dem ukrainischen Unabhängigkeitsplatz Maidan in Kiew haben die Behörden nach eigenen Angaben mehrere Verdächtige festgenommen. Es handele sich um Mitglieder einer bewaffneten Spezialeinheit der inzwischen aufgelösten Sonderpolizei Berkut (Steinadler), teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Insgesamt waren bei den blutigen Protesten in Kiew rund 100 Menschen getötet worden.

Sicherheitschef Valentin Nalivaitschenko sagte, verantwortlich dafür sei der damalige Präsident Viktor Janukowitsch gewesen. Er habe die entsprechenden Befehle gegeben.

Janukowitsch, der sich in Russland in Sicherheit gebracht hat, erklärte, die Aussagen des Sicherheitschefs seien falsch.
Er – Janukowitsch – schließe sich der Meinung Moskaus an, dass die damalige Opposition selbst Scharfschützen eingesetzt habe, um den Funken der Revolution zu zünden.

Die internationale Gemeinschaft fordert seit Wochen von den ukrainischen Behörden, die Todesfälle aufzuklären.

Nach dem Sturz von Viktor Janukowitsch sieht sich die neue Führung in Kiew dem Vorwurf ausgesetzt, die Bluttaten unzulänglich aufzuarbeiten.