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Sechs Tote, 2600 zerstörte Häuser und weitere Nachbeben in Chile

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Sechs Tote, 2600 zerstörte Häuser und weitere Nachbeben in Chile

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Sechs Tote und 2600 zerstörte Häuser, das ist die bisherige Bilanz des heftigen Erdbebens, das den Norden Chiles in der Nacht zum Mittwoch erschütterte.

In der Nacht zum Donnerstag gab es erneut Nachbeben und eine weitere Warnung vor möglichen Tsunamiwellen. Die waren schon nach dem Hauptbeben für die meisten Schäden verwantwortlich.

Als die rund 900.000 evakuierten Menschen am Mittwoch in ihre Wohnungen nahe der Küste zurückkehrten, fanden sie vielerorts Chaos und Zerstörung vor. Sprunghaft um bis zu zwei Meter war der Meerspiegel zeitweise angestiegen, das abfließende Wasser riss vieles mit sich fort.

Chiles Präsidentin Michelle Bachelet versprach den Bewohnern der betroffenen Regionen Hilfe: “Die Regierung wird sie unterstützen. Wir möchten hier außerdem die Disziplin und Ruhe der Menschen von Iquique würdigen, die dem Land beispielhaftes bürgerliches Verantwortungsbewusstsein demonstriert haben, genau wie in den Regionen Arica und Parinacota.”

Bachelet war nach dem starken Erdbeben von 2010 kurz nach ihrer Amtseinführung für schlechtes Krisenmanagement kritisiert worden.

Diesmal war das Beben mit 8,2 auf der Richterskala etwas schwächer als das von 2010 mit 8,8. Auch die Schäden dürften diesmal unter den damals enstandenen Kosten von 22 Milliarden Euro liegen.