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Dicke Luft: Wie ist die Luftverschmutzung zu bewältigen?

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Dicke Luft: Wie ist die Luftverschmutzung zu bewältigen?

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Caroline aus Paris fragt:
“Um gegen Luftverschmutzung zu kämpfen, setzt Frankreich auf abwechselnde Fahrverbote für gerade oder ungerade Nummernschilder. Was bringt das? Welche andere Maßnahmen gibt es, die Qualität der Luft langfristig zu verbessern?”

Die Antwort von Lucy Sadler, Expertin für Umweltfragen:
“Viele europäische Städte haben das Problem, in Sachen Luftqualität die erlaubten Limits einzuhalten. Die Grenzwerte wurden von der Europäischen Union in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation festgelegt, um die Gesundheit der Menschen zu schützen.
Rußpartikel zählen zu den gefährlichsten Schadstoffen, vor allem jene, die von Diesel-Fahrzeugen ausgestoßen werden.

Viele Städte haben Maßnahmenpakete ergriffen, die die durch Straßenverkehr und Industrie verursachte Luftverschmutzung eindämmen sollen.

Die Fahrverbote für gerade und ungerade Nummernschilder sollen die Luftverschmutzung kurzfristig senken und das Bewusstsein der Autofahrer schärfen. Wird die Auflage verlängert, befürchtet man, dass sich Familien einen Zweitwagen zulegen, um das Verbot zu umgehen.
Es geht hier nicht um sauberere Autos oder weniger Verkehr: Alle Lösungen können auf lange Sicht die Qualität der Luft verbessern.

Manche Städte haben das Problem der Luftverschmutzung gut in den Griff bekommen: Londons Werte zum Beispiel sind gut. Denn die Stadt hat eine Umweltzone: Autos, die stärker die Umwelt verschmutzen, müssen draußen bleiben. Es gibt auch eine City-Maut.

Ähnliche Vorzeige-Beispiele mit Umweltzonen sind Berlin, Stockholm und Göteborg. Die beiden schwedischen Städte erheben auch eine City-Maut.

Mehr über die Umweltzonen in Europa: www.lowemissionzones.eu

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