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Drama auf Salomonen: Erdbeben, Regenfälle, Hochwasser

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Drama auf Salomonen: Erdbeben, Regenfälle, Hochwasser

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Die Salomonen sind von einem Erdbeben der Stärke 6,0 heimgesucht worden. Über Tote und Verletzte gibt es bisher keine Angaben.

Das Beben trifft den Inselstaat zu einem schwierigen Zeitpunkt: Am Donnerstagabend Ortszeit war nach starken Regenfällen der Fluss Mataniko über die Ufer getreten, viele Stadtviertel der Hauptstadt stehen weiter unter Wasser. Die Infrastruktur in Honiara brach zusammen. Häuser und Fahrzeuge wurde in den Fluten davongespült. Eine von zwei wichtigen Brücken in der Haupstadt stürzte ein.

Mindestens sechszehn Tote und etwa dreißig Vermisste, das ist die vorläufige Bilanz auf dem Inselstaat im südwestlichen Pazifik.

Sipuru Rove, ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes sagte, mindestens 10.000 Menschen seien in vorläufigen Lagern untergebracht worden.

Eine Besserung ist bisher nicht in Sicht: Die Regenfälle halten seit Tagen an, sodass der Wasserpegel weiter steigt. Auf der Inselgruppe wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Mitarbeiter der Organisation “Save the Children” berichteten von vielen Toten, insbesondere zahlreichen Kindern, die von den Fluten weggespült wurden, erklärte der NGO-Chef Graham Kenna.

Es wird damit gerechnet, dass die Opferzahlen dramatisch ansteigen. Hilfsorganisationen befürchten außerdem eine Ausbreitung des Dengue-Fiebers, das von Mücken übertragen wird.