Eilmeldung

Eilmeldung

Gefahr für Friedensbemühungen im Nahen Osten

Sie lesen gerade:

Gefahr für Friedensbemühungen im Nahen Osten

Schriftgrösse Aa Aa

Um die Friedensbemühungen im Nahen Osten steht es schlecht: Männer wie in Beitunia im Westjordanland gehen wütend gegen israelische Sicherheitskräfte an, weil Israel keine weiteren palästinensischen Häftlinge freilässt.

Israel ist seinerseits verstimmt, weil die Palästinenser einer Reihe internationaler Abkommen und Organisationen beigetreten sind und sich so weiter als Staat legitimieren wollen.

Die Vermittlungen des amerikanischen Außenministers stoßen nun an Grenzen; seit Juli bemüht sich John Kerry darum, beide Seiten einander näher zu bringen.

Kerry habe sich nach Kräften bemüht, und diesen Einsatz schätze man auch, sagt der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat.

Letztlich liege es aber bei Palästinensern und Israelis, so Erekat weiter. Man sei diesen schon weit entgegengekommen: So habe man Israels Existenzrecht in den Grenzen von 1967 anerkannt.

Der so gelobte Vermittler äußert sich aber skeptisch wie nie zuvor: Beide Seiten hätten
Schritte unternommen, die nicht hilfreich seien – das könne jeder sehen, sagt Kerry. Man werde jetzt sorgfältig prüfen, wo man stehe und wohin es gehen könne.

Dabei sind die Hindernisse für einen Friedensschluss auch ohne die neuen Störungen schon gewaltig – wie der Streit um palästinensische Staatsgrenzen und um die Zukunft von Jerusalem.

Nicht umsonst sind all diese Fragen seit Jahrzehnten ungelöst. Bei den jetzigen Verhandlungen waren sie noch gar nicht richtig auf den Tisch gekommen.