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Jazenjuk warnt vor "Wiederauferstehung der Sowjetunion"

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Jazenjuk warnt vor "Wiederauferstehung der Sowjetunion"

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Der ukrainische Übergangsregierungschef Arsenij Jazenjuk hat die russische Regierung in einem Interview beschuldigt, kein Interesse an Verhandlungen mit der Ukraine zu haben. Immer wenn Kiew die Hand ausgestreckt habe, hätte Moskau die Waffe gezogen, so Jazenjuk. Er warnte vor gefährlichen Ambitionen des russischen Präsidenten: “Die größte Katastrophe dieses Jahrhunderts wäre die Wiederauferstehung der Sowjetunion, etwas, was Präsident Putin offensichtlich will. Diese Art sehr gefährlicher Vorstellungen wird von einer großen Mehrheit der russischen Bevölkerung unterstützt.”

Die ukrainische Regierung beschuldigt Russland, an der Gewalt gegen Demonstranten der Maidan-Revolution beteiligt gewesen zu sein. Der russische Geheimdienst habe die Räumung des Unabhängigkeitsplatzes durch Scharfschützen mit geplant, so der Chef des ukrainischen Geheimdienstes, Valentin Naliwaitschenko.

Russland bestreitet die Vorwürfe. Moskau stehe in keiner Verbindung zu den Scharfschützen, so Außenminister Lawrow. Kiew sei an den aktuellen Spannungen selbst schuld: “Das größte Hindernis für die Beseitigung dieser Krise, liegt innerhalb der Ukraine. Es ist die Tatsache, dass die aktuellen ukrainischen Machthaber nicht dazu in der Lage sind, die Rechte aller Ukrainer ohne Ausnahmen voll und ganz zu respektieren.”

Die Bevölkerung der Krim bekommt die Spannungen zwischen Kiew und Moskau ganz konkret zu spüren: Auf der Halbinsel verabschiedeten sich fast 200 Marine-Kadetten von ihren Kameraden. Sie mussten sich nach der russischen Annexion der Halbinsel für eine Seite entscheiden. Weil sie in Zukunft für Kiew dienen, verlassen sie die Krim in Richtung ukrainisches Festland.