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US-Internet-Krieg gegen Kuba

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US-Internet-Krieg gegen Kuba

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Die USA haben bis 2012 in Kuba einen Kurznachrichtendienst unterhalten, mit dem Zweck, die kommunistische Regierung zu schwächen und die strikten Kontrollen des Internets auf Kuba zu umgehen. ZunZuneo, was in der kubanischen Umgangssprache “zwitschern”, twittern, bedeutet wurde über Scheinfirmen finanziert. Das Weiße Haus wies den Vorwurf einer verdeckten Finanzierung zurück.

“Der Kongress hat Programme zur Demokratisierung Kubas gebilligt. Es geht um die Stärkung der Bürger, den Zugang zu mehr Informationen und die Stärkung der Zivilgesellschaft. Diese Bewilligungen sind öffentlich, anders als bei verdeckten Operationen. Über diese Mittel wurde im Kongress öffentlich debattiert”, betonte der Sprecher des Weißen Hauses Jay Carney am Donnerstag.

In den zwei Jahres seines Bestehens zog ZunZuneo etwa 40.000 Nutzer an. Ihnen war nicht bewußt, dass auch ihre persönlichen Daten gesammelt wurden. Dass sie von US-Behörden manipuliert wurden, überrascht die Kubaner nicht wirklich: “Niemandem in der Welt ist verborgen geblieben, dass sie schon immer versucht haben, unserem Land und unserer Regierung zu schaden. Da kann uns das nicht mehr überraschen”.

Internen Dokumenten, die der Nachrichtenagentur AP vorliegen, zufolge, sollten Kubaner über ZunZuneo dazu gebracht werden, gegen die Regierung aufzubegehren. In einem von AP zitierten Dokument heißt es, ZunZuneo habe zum Ziel “das Machtverhältnis zwischen Regierung und Volk neu auszhandeln”. Dazu wurde Kontent generiert, der zu spontanen Demonstrationen führen sollte.

Weiterführender Link

Original des Exklusivberichts von AP: US secretly created 'Cuban Twitter' to stir unrest